10.06.06 Bericht
vom Amtsausscheid mit polnischer Beteiligung
Gegen sechs Uhr herrschte im Gerätehaus der Falkenberger Löschgruppe bereits
reger Betrieb. Während die einen Frühstück vorbereiteten, übernahmen die
anderen den Transport der Geräte zum Sportplatz. Es dauerte nicht lange, bis
die Wettkampfbahnen ausgemessen und aufgebaut waren, Tische und Bänke standen und Mario für die musikalische Umrahmung sorgte.
Die polnischen Kameraden konnten sich vor dem Wettkampf beim Frühstück im Gerätehaus in
aller Ruhe stärken und machten sich dann zum Stellplatz der Fahrzeuge in der
Ernst-Thälmann-Straße auf. Inzwischen trafen auch die anderen Wehren des
Amtes dort ein. Um acht Uhr setzte sich der Zug in Bewegung, um das Dorf zu
wecken. Ziel der Rundtour war der Sportplatz, auf dem die Falkenberger nicht
nur die Wehren des Amtes und der Partnerfeuerwehr aus Trzciel, sondern auch
viele Gäste begrüßen konnten.
Nach einer kurzen Stärkung begrüßte Amtsbrandmeister André Kosemund und
Amtsdirektor Eberhard Alberti die angetretenen Wehren. Er freute sich über
Ausbildungs- und Ausrüstungsstand der Löschgruppen und bedankte sich für die
gezeigte Einsatzbereitschaft. Er freute sich besonders über die Jugendarbeit, die in fast allen Löschgruppen stattfindet.
Der Feuerwehrnachwuchs stand dann auch im Mittelpunkt des Vormittags. Im Bundeswettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehr konnten sie beweisen, dass
sie einiges gelernt haben. Gerade dieser Wettkampf bietet die Möglichkeit,
feuerwehrtechnisches und feuerwehrtaktisches Wissen an die Kinder und Jugendlichen auf spielerische Art und Weise zu vermitteln.
Auch im eher sportlichen B-Teil des Wettbewerbes sind feuerwehrtechnische Elemente
eingebaut, die von den Foriansjüngern gut gemeistert wurden. Auch wenn nur
vier der sieben Jugendfeuerwehren mit einer Mannschaft antreten konnten,
zeigten die Leistungen, welchen Wissensstand der Nachwuchs bereits hat.
In der Mittagspause konnten sich alle an der Falkenberger Gulaschkanone stärken, ausruhen oder die Vorführungen der Beiersdorfer
Jugendfeuerwehr anschauen. Anschließend waren die Erwachsenen Kameradinnen und Kameraden
dran, um ihr Können zu vergleichen.
Seit dem vergangenen Jahr wird dabei nicht nur der klassische Löschangriff
verlangt. In einer Fertigkeitsübung müssen die Mannschaften auch zeigen, dass sie
Rettungsknoten, Bockleiterbauen oder das Einbinden von Gerätschaften beherrschen. Auch wenn
diese nicht allzu oft gebraucht werden, kann das Beherrschen dieser Fertigkeiten im Ernstfall
lebenswichtig sein. So haben sich die Leistungen im Gegensatz zum Vorjahr deutlich verbessert, was
auch durch intensive Ausbildung im laufenden Jahr erreicht wurde.
Ohne große Verzögerungen konnte der Wettkampf mit der Siegerehrung beschlossen werden, zu der auch der stellvertretende Amtsdirektor, der
Amtsausschussvorsitzende und Falkenbergs Bürgermeister anwesend waren. Besonders Amtsbrandmeister Kosemund freute sich über die
gezeigten Leistungen und einen gelungenen Tag. Auch die polnischen Gäste nutzten die
Möglichkeit, sich noch einmal für die Gastfreundschaft an den beiden Tagen
zu bedanken. Sie überreichten den Gastgebern einen Pokal und als besonderes
Dankeschön einen Feuerlöscher an den Amtsbrandmeister.
Nach der Siegerehrung kehrte langsam Ruhe ein. Während die ersten Feuerwehren die Heimfahrt
antraten, ließen andere den Tag in gemütlicher Runde ausklingen. Dank des
Versorgungsteams und der fleißigen Helfer im Hintergrund können wir wieder
auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken. Nicht nur die Feuerwehren
und Gäste waren zufrieden. Der Tag machte auch nach außen deutlich, dass die
Feuerwehren des Amtes sich ständig weiterentwickeln, um die Bürger auch in
Zukunft sicher und effektiv zu schützen.